Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde im Jahr 2006 die erste Glücksburger Rosenkönigin im Rosarium anlässlich des 2. Glücksburger Rosenfestes gekrönt. Man wollte offiziell den Titel „Rosenstadt“ verliehen bekommen, so lautete damals das ehrgeizige Ziel der ehemaligen Bürgervorsteherin Elke von Hassel. 

 

Diesen Traum jagten einige Jahre lang eine handvoll ambitionierter Glücksburgerinnen und Glücksburger gemeinsam mit dem Betreiber des Rosariums nach. Ebenso die damalige und auch zuletzt amtierende Rosenkönigin Franziska Maiwald, die für insgesamt fünf Jahre das Rosenzepter in der Hand hielt und zahlreiche Aktivitäten in Glücksburg unterstütze, u.a. organisierte sie den Rosenfestumzug und die Königinnentreffen anlässlich der Glücksburger Rosenfeste 2008, 2009 und 2011. 

 

Trotz eines bezaubernden Rosariums mit über 550 verschiedenen Sorten englischer und historischer Rosen, einem jährlich statt findendem Glücksburger Rosenfest und einem über die Landesgrenze hinaus bekannten und aktivem Glücksburger Rosenkönigshaus, erfüllte sich der Traum Rosenstadt zu werden bis heute nicht. Angesichts der klammen Haushaltskasse wird es auch weiterhin ein Traum bleiben, die Rose als Alleinstellungsmerkmal in Glücksburgs öffentlichen Grünanlagen zu etablieren.

Doch umsonst soll die jahrelange, ehrenamtliche Arbeit der Glücksburger Rosenmajestäten nicht gewesen sein. 

 

In den letzten acht Jahren wurden die amtierenden Rosenköniginnen und Rosenprinzessinnen samt Hofdamen zu über 600 Events und Messen eingeladen. Die charmanten Damen in ihren edlen Roben, den Schärpen in Landes- und Stadtfarben waren stets ein Augenschmaus im In – und Ausland und ihre offene, fröhliche Art brachte ihnen viel Zuspruch bei Jung und Alt. 

 

Die Highlights waren alljährlich die Grüne Woche in Berlin, das Apfelblütenfestival in Südtirol, der Schleswig-Holstein Tag und das Landeserntedankfest. Zahlreiche Freundschaften zu anderen Hoheiten wurden geschlossen, Autogrammkarten und Flyer von Glücksburg unter den Messebesuchern verteilt, Pressetermine absolviert und Fotoshootings mit Politikern immer wieder gerne als eigenes Andenken mitgenommen. Persönlich geehrt wurde die Glücksburger Rosenkönigin zuletzt von Ministerpräsident Torsten Albig in der Kieler Staatskanzlei für ihre besonderen, ehrenamtlichen Dienste beim Empfang der Majestäten des Landes Schleswig-Holstein. 

 

Das gute und beliebte Image der zuletzt amtierenden Glücksburger Hoheiten will der Touristikverein Glücksburg, der seit 2011 Träger der Symbolfiguren ist, weiterhin für die touristische Werbung des Ostseebades nutzen. Nur in einer etwas anderen Art und Weise. „Wir bemühen uns seit einiger Zeit sehr darum, eine neue Symbolfigur für den Ort zu schaffen, mit der sich die Region und auch die Menschen die hier leben identifizieren können. Es soll etwas einzigartiges sein, dass noch kein anderes Ostseebad hat, ebenso soll das Amt aber auch zu unserer Landschaft und Kultur vor Ort passen.“ So Franziska Maiwald, 2. Vorsitzende des Touristikverein Glücksburg. 

 

Gar nicht so einfach, denn in Deutschland schwingen bereits über 1500 Produktköniginnen und Symbolfiguren das Zepter über allerlei Produkte. Neben Pellkartoffel und Steckrübenkönigin, Zwiebel und Pflaumenprinzessin gibt es auch schon neue Exoten wie die Sonnenbotschafterin der Solarbranche, die Porzellankönigin oder die Deutsche Schuhkönigin. Man darf gespannt sein, was sich die Glücksburger in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Langballig ausdenken werden, um im Kampf um die begehrten, potenziellen Urlauber mithalten zu können. 

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Franziska Maiwald

 

2. Vorsitzende 

Touristikverein Glücksburg e.V.