Allenthalben zufriedene Gesichter bei Gästen und Veranstaltern des traditionellen Osterfeuers auf der Glücksburger Halbinsel Holnis gab es am vergangenen Samstag.

Zum  - geschätzt - dreißigstenmal lud Familie Bartsch ein, um den letzten Zuckungen des Winters den Rest zu geben - und er war chancenlos angesichts der Übermacht.

Die vom Glücksburger Touristikverein vorbereiteten zehn Kilogramm Teig und fünfzig Stockbrotstöcke reichten kaum für den großen Andrang der Kinder, für die eine zweite Feuerstelle eingerichtet wurde.

Auch aus dem Umland oder während ihres Osterurlaubs kam ein großer Teil der weit über 300 Gäste, die sich dennoch gut auf dem Gelände verteilten. Nur bei der klassischen Feuerzangenbowle und dem erstmalig kredenzten Fliederbeer-Apfel-Punsch bildeten sich zeitweise Schlangen. Junge Leute wie Nils aus Hamburg genossen die entspannte Atmosphäre: "In der Großstadt gibt´s bei solchen Events schnell mal Randale oder kaputte Gläser. Hier ist das ein richtig chilliges Familienfest."  Andere lauschten mit versonnenem Blick in die Glut den Ausführungen von Reinhard Bartsch, der erstmals nach dem nepalesischen Kontiki-Konzept vorab eine Grube ausgehoben hatte: "So können wir einen größeren Anteil Holzkohle gewinnen und damit anschließend beim Humusaufbau eine erhöhte Speicherfähigkeit erreichen." Familie Steiner aus Lübeck, die im artefact Gästehaus ihren Osterurlaub verbrachten, freuten sich, dass eine solche Veranstaltung ohne Kommerz rein ehrenamtlich auf die Beine gestellt werden konnte.

Bis spät in die Nacht und bei fast frühlingshaften Temperaturen harrten die letzten Brandwächer aus, um die Glut in die Sommerzeit zu retten. "...und im nächsten Jahr gerne wieder" war die einhelllige Meinung

 

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